02. August 2017

Nachruf auf Klaus Katzmayr - von Silke Scheder

„Ich wäre tot oder im Gefängnis, wenn er nicht gewesen wäre“


Trauer um Klaus Katzmayr: Das Gründungsmitglied der „Tölzer Coaches“ ist im Alter von 72 Jahren gestorben.

Bad Tölz – Dafür zu sorgen, dass es seinen Mitmenschen gut geht – das war Klaus Katzmayr auch am Ende seines Lebens eine Herzensangelegenheit. Der Tölzer organisierte sogar seine eigene Beerdigung, um seiner Frau die Zeit nach seinem Tod so leicht wie möglich zu machen. Der Schmerz von Regina Katzmayr war natürlich trotzdem unermesslich, als ihr Klaus vor Kurzem nach fast 33 gemeinsamen Ehejahren im Alter von 72 Jahren starb.

Mit der Witwe trauern nicht nur seine Tochter, die Enkelin und unzählige andere Verwandte, Freunde und Weggefährten. Auch über 1500 junge Menschen dürfte Katzmayrs Tod sehr berühren. So vielen Jugendlichen half er in den vergangenen Jahren, ihren Weg im Leben zu finden. Katzmayr war nämlich eines der Gründungsmitglieder der „Tölzer Coaches“. Dabei handelt es sich um eine Gruppe sozial engagierter Bürger, die benachteiligte Schüler – und inzwischen auch Asylbewerber – bei der Suche nach ihren Stärken und letztlich nach einem Ausbildungsplatz unterstützen.

„Er hat sich richtig für die Jugendlichen und die Flüchtlinge reingehängt“, erinnert sich Michael Messerschmidt, Vorstandsvorsitzender der „Tölzer Coaches“. Zu vielen Schützlingen sei eine sehr persönliche Bindung entstanden. Ein türkischer Jugendlicher sagte laut Messerschmidt einmal: „Ich wäre entweder tot oder im Gefängnis, wenn er nicht gewesen wäre.“ Im Dezember 2015 zeichnete der Stadtrat Katzmayr für sein ehrenamtliches Engagement bei den „Tölzer Coaches“ mit der Silbernen Verdienstmedaille aus. „Sie sind ein Vorbild“, sagte Bürgermeister Josef Janker damals an Katzmayr gewandt.

Auch in seinem Beruf diente er seinen Mitarbeitern als Vorbild, beharrlich, zielstrebig und gerecht wie er war. 45 Jahre lang arbeitete der Diplom-Ingenieur für Feinwerktechnik bei „Siemens“, viele Jahre davon in leitenden Positionen. Er war unter anderem Geschäftsführer in Berlin und leitetet ein Großprojekt in Saudi-Arabien. „Unseren ersten Wohnsitz hatten wir aber immer in Bayern“, sagt seine Frau. Ihr Mann wollte nie zu weit weg von seinen geliebten Bergen.

Bei seinen vielen Reisen zog es den Extrem-Bergsteiger und leidenschaftlichen Skifahrer ebenfalls oft in die Höhe. „Er hat einige Erstbesteigungen gemacht, war im Himalaja und am Mount-Kenia unterwegs.“ Gemeinsam bereiste das Paar die ganze Welt. „Die Frage ist nicht, wo wir überall waren, sondern wo wir nicht waren“, sagt Regina Katzmayr und lächelt trotz ihrer Trauer kurz.

Es gibt keinen Zweifel: Klaus Katzmayr war ein sehr aktiver Mensch. Nach einer 100 Kilometer langen Tour stellte er schon mal das Fahrrad in die Garage und fragte: „Und was machen wir jetzt?“ Genauso voller Elan ging er seinen Ruhestand an. Laut seiner Frau setzte er sich damals drei Ziele. Erstens: Er wollte etwas für seinen Kopf tun. Also begann er, seine Kenntnisse in Englisch und Spanisch zu vertiefen. Zweitens: Er wollte etwas für die Gesellschaft tun. Also fing er an, sich für benachteiligte Jugendliche und Flüchtlinge einzusetzen. Drittens: Er wollte etwas für seine Gesundheit tun. Also gründete er eine Nordic-Walking-Gruppe und meldete sich im Fitness-Studio an. Gegen die schwere Krankheit, die ihn vor einem Jahr befiel, half leider beides nicht.

vollständige Nachricht @ Münchner Merkur


im Juli 2017



28.05. - 01.06.2017

politische Informationsfahrt nach Berlin

mit einem Besuch beim Bundestagsabgeordneten Alexander Radwan


Im Rahmen der politischen Informationsfahrt sind auch die Tölzer Coaches e.V. und zwei ihrer Cochees derzeit in Berlin (hier beim Besuch der Reichtagskuppel mit zwei weiteren Teilnehmern der Fahrt). Im Rahmen meiner jährlichen Sommertour hatte ich die Gruppe im vergangenen Jahr kennenlernen dürfen. Sozial engagierten Menschen, die langjährig in Wirtschaft, Handwerk und Verwaltung tätig waren, geben bei den Tölzer Coaches ihre Lebens- und Berufserfahrung ehrenamtlich und unentgeltlich an Jugendliche und junge Erwachsene weiter. Ein tolles Projekt!

Schön, dass Sie jetzt der Einladung zum Gegenbesuch in Berlin gefolgt sind!/AR

(c) Radwan


12.10.2016

Pilotprojekt - "Arbeit für Flüchtlinge"

Mit dem Pilotprojekt "Arbeit für Flüchtlinge" will Bad Tölz den nächsten Schritt in der Aufnahme der Asylbewerber gehen.

 

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03.08.2016

Hervorragendes Engagement für Jugendliche

Monatliches Treffen der Tölzer Coaches: Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan (vorne) und Bürgermeister Josef Janker (hi. re.) zu Besuch.

 

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29.07.2016

Die Tölzer Coaches sind bisher ein Unikum:

Als einzige Bürgerpreis-Träger aus dem Landkreis schafften sie es auf Bundesebene unter die Top Ten. Nun wurden sie abermals mit der Auszeichnung bedacht, zusammen mit dem Verein "Arbeit für Jugend", der ebenfalls schon einmal den Bürgerpreis erhalten hat.

 

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25.03.2016

Ein Schubser für den Start ins Berufsleben

Bad Tölz-Wolfratshausen – Tölzer Coaches leisten ehrenamtlich etliche Stunden, um Jugendliche zu vermitteln. Immer häufiger unterstützen sie auch junge Flüchtlinge.

 

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12.03.2016

Coaches haben neuen Chef

Bad Tölz – Michael Messerschmidt übernimmt das Ruder - viele Aufgaben ....

 

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Feb. 2016



16.12.2015

Sie geben, helfen und haben Ideen

Bad Tölz – Mut und herausragender Einsatz: In der Weihnachtssitzung im  Stadtrat wurden sechs verdiente Tölzer Bürger ausgezeichnet.

 

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20.07.2015

Neustart in Lenggries

Kuflom Gebrebrhan  macht Praktikum im Brauneck-Hotel - Hilfe von Tölzer Coaches

 

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20.07.2015

BETREUUNG VON JUGENDLICHEN

Die Tölzer Coaches suchen weitere ehrenamtliche Mitarbeiter, da sich insbesondere durch den vermehrten Zuzug von Asylbewerbern der Aufgabenkreis stark ausgedehnt hat.

Die Coaches helfen zum Beispiel ehrenamtlich benachteiligten Jugendlichen beim Übergang von der Schule in den Beruf. Bei Asylbewerbern helfen die Coaches in erster Linie bei der Integration und dem Erlernen der deutschen Sprache. Betreut werden die Schüler der Mittelschulen des Südlandkreises. Nunmehr sucht der Verein weitere Helfer, die sich ehrenamtlich für Jugendliche engagieren wollen, denen Kontakte zu Jugendlichen Freude bereiten und die sich als verlässliche Partner ihrer Schützlinge verstehen.

Interessenten melden sich bitte unter der Telefonnummer 0 80 41 / 79 31 61 96.

Per E-Mail sind die Tölzer Coaches unter buero@toelzer-coaches.de zu erreichen.